Herzlich Willkommen auf der Homepage Marlen Schachingers.


AKTUELLES:

SOEBEN ERSCHIENEN
»Marlen Schachinger & Betty Paoli. Autorinnen feiern«

Betty Paoli gilt nicht nur als bedeutendste österreichische Lyrikerin des 19. Jahrhunderts, sondern auch als erste Journalistin hierzulande. Adalbert Stifter sagte u¨ber die Kollegin: »Das Weib ist durch und durch Genie […]«.
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Radio Helsinki: Marlen Schachinger und ihr Roman »Albors Asche«
»Albors Asche« ist eine Undine-Geschichte und gleichzeitig ein Roman, der ein totalitäres System mit all seinen Phänomenen beschreibt. Die literarischen Mittel, derer sich die Autorin bedient, sind hoch artifiziell, der Ton ist poetisch. ... Hörbeitrag



»ALBORS ASCHE«
Valerian hat sein Zimmer seit 21 Jahren, drei Monaten und sechs Tagen nicht verlassen. Vom Fenster aus beobachtet er, was in Albor vor sich geht, notiert alles akribisch in seiner Chronik. Eines Morgens taucht eine Fremde auf und zieht in die leerstehende Kirche neben Valerian ein. Sie trägt ein auffallend gemustertes Kleid, ihr Haar ist rot und bodenlang. Albors Männer beginnen die Kirche zu belagern, um einen Blick auf die Fremde zu erhaschen. Albors Frauen, denen die erkalteten Ehebetten zu schaffen machen, intrigieren und streuen Gerüchte. In Albor wird Andersartigkeit nicht hoch geschätzt, diese Erfahrung macht Pastora spätestens, als die Schere des Friseurs ihr vor aller Augen das Haar nimmt und das ›Komitee zur Aufrechterhaltung der Tugend und Ehrbarkeit‹ sich in ihr Leben mischt. In Albor wird auch nicht gemordet, selbst wenn Pastora eines Morgens über eine Leiche stolpert und weitere Tote sich bis zum Fluss hin sammeln. Valerian weiß um die Geschehnisse der Vergangenheit – die Schuld der einen und das Schweigen der anderen. Mit zunehmender Sorge um die Fremde beobachtet er die Veränderungen in Albor, die mit ihrer Ankunft beginnen und ihren Lauf nehmen, unaufhaltsam, denn alles ist in Fluss und man steigt keinesfalls zweimal in den gleichen …






Autorin trifft Verkäuferin – Milicia bringt niemand und nichts um – aber vielleicht könnte das Leben auch einmal gut werden …?
Als der Kellner kommt, bestelle ich, wie gewohnt, einen ›Turecka Kava‹ und denke an Milicia, die ich wenige Stunden zuvor in Salzburg traf. ›Nein, nein, keinen Kaffee!‹, sagte sie. Der mache den Magen sauer, und das sei nicht gut; in ihrem Kopf gehe es ohnedies drunter und drüber, zu viele Sorgen, seit sie ihre Arbeit verloren habe … […] Einen türkischen Kaffee, um den Tag zu beginnen, und alsdann nicht allzu viel herumlaufen …«
(Apropos, Juli 2015. In Kooperation mit dem Literaturhaus Salzburg.)

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Und so klingt der Beginn meines Romans »denn ihre Werke folgen ihnen nach« auf Spanisch:

Abrí el periódico. Entre las noticias culturales, destacado y enmarcado en negro, este pie de foto:
»Ningún tribunal del mundo podría declararme culpable, pero yo soy el responsable de la muerte de Lucas H.«
(Übersetzung: José Aníbal Campos)


Mehr dazu hier – en español, ¡por supuesto! & Gracias, José!