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Wider jedes Matt!

Der Zufall der Arbeitsverhältnisse wollte, dass meine Familie auf mehrere Landstriche und Nationen verstreut lebt. Wie bei so vielen anderen auch. Während der vergangenen Jahre kamen wir zur Weihnachtszeit immer alle zusammen, verbrachten einige Tage, eine Woche miteinander. Jedes Mal stellte dabei das Spiel einen der Fixpunkte dar: Irgendwer platzierte den Bauern ein Feld weiter vorne oder ich gefiel mir in der Wiener Eröffnung, einer zog ein Päckchen Karten aus ihrer Hülle, warf Mikadostäbe auf den Tisch oder rief in den Raum: Wer hat Lust auf ein Quiz?

Ich glaube, wir Menschen brauchen das Spiel. Wieder ›Kind‹ sein, etwas tun, nicht weil es Sinn macht, unserer Karriere nutzt oder uns voranbringt, sondern ›einfach so‹. Sei es ein Brettspiel oder die Verabredung zu einem virtuellen Spiel mit Freund*innen, wir brauchen diesen Raum, in dem wir sein dürfen, lachend uns erproben, in dem auch ein Verlieren kein Verlust ist. Wann haben Sie zuletzt mit wem auch immer ein Spiel gespielt – einfach so, nur um des Vergnügens willen? Zoom, Teams, Skype & Co lassen sich nicht bloß für Meetings nutzen, sondern auch um einen Spieleabend miteinander zu erleben!

 

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