Ein Muss für alle Schreibenden, seien sie Bernhard-Fans oder solche, die es erst werden wollen: Stefano Apostolos kluge Analyse des bernhardschen Frühwerks
Wer verstehen möchte, wie man über die Entstehungsgeschichte eines Werks und über den Entwicklungsprozess eines Autors mit Gewinn nachdenken kann, der greife unbedingt zu diesem famos interessantem Buch im »Korrektur Verlag«.
Von Großvätern und Helden, die nichts von beidem sind
Paulus Hochgatterer erzählt uns in »Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war« eine gar unglaubwürdige Geschichte, die um zahlreiche unerhörte Ereignisse kreist; fünf sind es mindestens. Was bitte sehr noch kein Negativum bedeutet – an und für sich. Eine Novelle? Mit einem Falken obendrein? Würde dieses Etikett aus Hochgatterers schmaler Erzählung anderes machen? Mitnichten.
Zeitgenössische Literatur · 15. Juli 2022
Es gibt kein wolkenloses Glück
Oder: Anregende Schmökerbücher für Regen- und Krankheitstage oder wenn der Garten in mittäglicher Hitze versunken brütet.
Zeitgenössische Literatur · 01. Juli 2022
Lieber wundern statt ärgern: Wenn Bücher begeisterte Rezensionen erhalten, welche die Lektüre nicht bestätigt.
Wenn ein Roman nur eines sein muss, um als ›perfekt‹ tituliert zu werden: gegenwärtig. Oder: Wieso es auch bei einem sogenannten Bestseller not tut, sich die Frage zu stellen, ob es sich lohnt, damit eigene Lebenszeit zu verbringen und die Antwort auch mal schlicht »Nein.« lauten darf.
Klassiker der Weltliteratur · 09. April 2022
Gertrude Stein: Was zu beweisen ist. Oder: Der Roman, den sie ›vergaß‹.
1903 schrieb Gertrude Stein einen ersten Roman, angelehnt an Ereignisse in ihrem Leben, die sie nachhaltig beschäftigten. Statt ihn jedoch zu publizieren, ›vergaß‹ sie ihn. Die Geschichte eines Romans und seines Plots, der dennoch Kreise zog.
Klassiker der Weltliteratur · 25. März 2022
»Zwischen neun und neun« kann alles oder nichts geschehen. Oder: Leo Perutz und der phantastische Roman
Mit Sicherheit ist Leo Perutz’ »Zwischen neun und neun« (1918 erstmals erschienen) ein Roman, dessen konstante Spannung aus der gewählten Struktur entsteht. Diese erzeugt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann; und auch nicht will.
Lektüren · 12. März 2022
Erinnerungen, die Empfindungen wachrufen. Es fragt sich nur wie …
Ein Band mit hohem Anspruch: 14 Mal sollen Erinnerungen zeitgenössischer Autor*innen ihre Empfindungen wachrufen, und würde der Versuch glücken, geschähe dies im Lesenden gleichfalls.
Wiederentdeckt: Marta Karlweis. Oder: Wenn einem der Expressionismus Schwindel verursacht.
Ungemein erfreulich ist es, dass Werke des österreichischen Expressionismus endlich wieder aufgelegt und somit den Lesenden erneut zugänglich gemacht werden. Albert Eibl vom Verlag »Das vergessene Buch« sei Dank. Wer sich zum ersten Mal lesend in einen Roman dieser Epoche wagt, hat zwar auf den ersten Seiten eine kleinere (Sprach-)Hürde zu bewältigen, wird aber, sobald man sich an den anderen Duktus gewöhnt hat, mit erstaunlichem Genuss belohnt.
Literatur & Politik · 30. Januar 2022
Skandalprinzessin: Rote Erzherzogin 
Es gibt Biographien. Und Biographien. Diese hier gehört zu jenen, deren Lektüre sich mehrfach lohnt. Nicht nur weil sie die Person Elisabeth Petzek greifbar macht, sondern auch weil sie ein umfassendes Bild der Jahrzehnte des Wandels zeichnet. 

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