Klassiker der Weltliteratur · 02. April 2020
Eine Mutter warnt vor ihrer Tochter: Sie sei eine kaltherzige, egoistische Bitch, einzig an materiellen Dingen interessiert. Für ihren sozialen Aufstieg, um bewundert und beneidet zu werden, würde sie sogar ihre eigene Mutter morden. Klingt nach Serie, von USA bis Venezuela, nach Netflix & Co? Ist aber Literatur vom Feinsten, verfasst von einem Meister der Erzählung, denn was bislang verschwiegen wurde, ist das Relevante: die genutzten Strukturmittel, die Sprache, die den Unterschied ausmachen.
Zeitgenössische Literatur · 31. März 2020
Marlen Schachinger zu Gast im BuchLAAden in Laa an der Thaya, um drei ausgewählte Werke zu empfehlen, ein eigenes, ein fremdes und ein vielgeliebtes Blaues …
Zeitgenössische Literatur · 19. März 2020
Joanna Concejo, 1971 in Polen geborene Illustratorin, Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Poznań, lebt heute als Künstlerin in Paris. Für Olga Tokarczuk illustrierte sie »Die verlorene Seele«, eine märchenhafte Parabel für Erwachsene, und schuf dabei in ihrer Bildwelt eine grandiose, eigenständige Erzählung.
Zeitgenössische Literatur · 13. März 2020
Klug und poetisch, humorvoll den Wahnwitz des Lebens nachzeichnend, so ist Romain Garys »Die Jagd nach dem Blau«. Wer sich diesen Genuss entgehen lässt, ist selber schuld!
Literatur & Poetik · 09. März 2020
»Literatur & Feminismus«, das eine ist überlebensnotwendig, das andere trägt seine Geschichte in sich, wie eine alte Krummkrücke, deren Tocktock selten nur noch über Steinböden klingt, gerne ungehört verhallt, denn notieren lässt sich vieles, die Geduld der Schrift ist seit Jahrhunderten bekannt.
Zeitgenössische Literatur · 04. März 2020
Zadie Smiths Essays sind gute Lehrstücke darüber, was der Essay kann und worin er scheitern muss. Was aber erzählt uns »Freiheiten« darüber hinausgehend über die literarische Landschaft?
Klassiker der Weltliteratur · 26. Februar 2020
Ein Thema, welches als typisch für unsere Zeit gilt. Wie es Leben zu zerstören vermag. Es sollte uns aber zu denken geben, dass Henry James bereits diese Thematik in zahlreichen Erzählungen fokussierte! Sie tritt bei ihm vor allem als Wühlen im Sein der anderen auf, und bewirkt final stets eines: das eigene Unglück. Weil das vermutete ›Wissen‹ irgendwann im Lauf der Tage zur fixen Idee wurde …
Oder über die Erfahrung, wie sich eine Erzählung mit eigenem Sein verquicken kann, wenn sie ihm zum Spiegel wird.
Zeitgenössische Literatur · 13. Februar 2020
Unhaltbare Zustände! Ich gebe gerne zu, woran ich dabei denke: an chauvinistische Kritiker und elendes Bashing; an geförderte Verblödung, die in der Ausrede der Unwilligkeit der ›Masse‹, sich mit dem Ich und dem Sein auseinanderzusetzen, kulminiert, in einer Welt, deren Kälte schockiert; an mangelhafte Bereitschaft, daran etwas zu ändern; an bornierte Ignoranz der Politik: Bis die in die Gänge kommen, vergehen mindestens dreißig Jahre! Sieht man ja gerade heute wieder einmal deutlich …
Literatur & Poetik · 06. Februar 2020
Brandaktuell sind die Fragestellungen und Denkansätze, mit denen sich die Frühromantiker*innen beschäftigten. Als Form der Darstellung wählten sie sich Essay und Fragment. Essays dominieren gegenwärtig internationale Verlagsprogramme, denn – wie auch das Fragment – spiegelt diese Form das Nachsinnen als Gegenpol unserer gegenwärtigen Zerrissenheit: an unzähligen Orten zeitgleich zu sein und zu wirken, in unserer Arbeitswelt, in unseren Lebensentwürfen …

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