Lektüren · 04. März 2021
Von pinken Koffern und vier Büchern
Vier Bücher, die sich mit dem Grauen des Krieges beschäftigen und die Aus- sowie Nachwirkungen auf die Psyche thematisieren. Eine Empfehlung für Abbouds wundervolle Lyrik, van Iperens akribische Recherche, die mit der Mär vom ›willigen, jüdischen Opferlamm‹ hoffentlich endgültig aufräumt, für Schulteisz Sonderling namens Wense, Dilettant in allem, und Laszlos Auseinandersetzung mit Erinnerung und dem Grauen der Konzentrationslager. Eine Entdeckungsreise – bevor die reale Reise begann …
Literatur & Poetik · 27. Dezember 2020
Eine implizite Notiz zum baldigen Jahresende.
Oder: Wie man sich erfolgreich dagegen verwehrt, Schloss Gripsholm gemäß Vorgaben zu besichtigen. (Und das nach wahren Begebenheiten.) Ein (beinahe) imaginärer Briefwechsel mit den besten Wünschen für 2021!
Klassiker der Weltliteratur · 19. November 2020
Im Dialog mit Antje Rávik Strubel über dringend nötige Orgien und den Rausch. Oder ein Zimmer für sich allein.
Als ich erfuhr, dass die von mir sehr geschätzte Kollegin Antje Rávik Strubel an einer Neuübersetzung von Virginia Woolfs »Ein Zimmer für sich allein« arbeitet, stellte ich ihr zu dieser Initiative manch neugierige Frage, die sie mir freundlicherweise erstaunlich umfangreich beantwortete. Ein Dialog der Autorinnen über das Übersetzen, das Schreiben, die Politik in der Literatur und die neue Lust am Eintauchen.
Literatur & Poetik · 01. Oktober 2020
Wenn Autor*innen hip & ›Berlin‹ sein müssen, der zukünftigen Leser*innen ›ästhetische Bildung‹ verloren erscheint: Wider die kleingeistige Mutlosigkeit in einer Branche oder die suizidale Veranstaltung, bedeutsame Literatur zu schaffen und finanziellen Erfolg zu wollen: klüger wäre es, zu kämpfen & zu hoffen! Denn Literatur kann Welt transzendieren & das ist noch immer ein bedeutsames Angebot. Insbesondere gegenwärtig: Man hat wieder Lust auf Ernsthaftigkeit!
Literatur & Poetik · 01. Oktober 2020
Gegenwärtig leben wir in einer Zeit des Wandels. Um durch eine endende in eine neue Zeit aufzubrechen, sind wir mit zahlreichen Fragen konfrontiert. Ein Gespräch mit den Verleger*innen Jürgen Volk von »duotincta«, Christian Ruzicska und Joachim von Zepelin »Secession Verlag für Literatur«, Alexander Wewerka »Alexander Verlag«, Mona Müry »Müry & Salzmann« und Heinrich von Berenberg »Berenberg Verlag« über Kommerzwahn & sein Todesurteil für die Kunst, engagierte Buchhändler*innen & das Fragment.
Während draußen der Lavendel drauf und dran ist, auch dieses Jahr wieder zu erblühen, lese ich Elke Laznias »Lavendellied«, tauche in erzählerische Landschaften ein und genieße den Sprachfluss der gewährten Einblicke.
In seinem Werk »Aufruhr« exemplifiziert Michael Scharang ein Österreich im Interregnum des fröhlichen Kampfes. Doch der Roman scheitert an der Lust des Autors, alles zu erklären.
Elisabeth R. Hagers Roman erzählt auf berührende Art und Weise von »5 Tagen im Mai«. Nicht von aufeinander folgenden, denn dazwischen liegen oft mehrere Jahre als eine Hand Finger hat. Immer aber spielen zwei Figuren eine entscheidende Rolle, Illy, eine jugendliche Suchende, und ihr Urgroßvater, Tat’ka genannt, sowie das grundsätzliche Thema ›Verantwortung‹.
Raoul Schrotts »Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal« überzeugt auf beinahe jeder Seite und amüsiert zudem. Wer Geschichten über Entdeckerinnen und Entdeckern liebt, die einen in die Psyche dieser wagemutigen Waghalsigen eintauchen lassen, wird diesen Roman schätzen!
Literatur & Politik · 09. Mai 2020
20 Autorinnen wenden sich bewusst mittels Crowdfunding an Leser*innen und stellen der Buchbranche mit ihrem Versuch manche Frage. *Ein Pressetext mit persönlichen Ergänzungen der Literaturwissenschafterin und Literatin Marlen Schachinger, der sich auf die Verlagslandschaft in Österreich bezieht. Ein Feldversuch, ein kulturpolitischer Diskurs, denn: Die Wahrheit ist dem Menschen noch immer zumutbar!

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