Literatur & Poetik · 16. Juni 2019
Was tun, wenn Verlage den ›wiederholbaren Erfolg‹ nach Kochrezept suchen – selbst wenn danach alles zum Einheitsbrei verkommt … Was tun angesichts dieses Ausdrucks an Phantasielosigkeit? Nichts gegen Sparmaßnahmen, doch bitte mit Reflexion und Bedacht - denn wer an der Qualität spart, gräbt am eigenen Grab … (Teil 3 // Teil 4 folgt am 23.06.2019)
Literatur & Poetik · 09. Juni 2019
Die Umsätze sinken im Bereich der Unterhaltungsliteratur. Netflix & Co hinterlassen ihre Spuren. Und dabei schreibt doch alle Welt … Was aber bedeutet dies für die Literat*innen, die sich als Künstler*innen definieren? Sie sehnen sich nach Verlagen, die sich über komplexe und durchdachte Strukturen, Sprache als Stilmittel und über relevante Inhalte wagen – und nicht Manuskripte einzig nach ihrer Erfolgsgarantie und ihrem ›Scheißcontent‹ beurteilen … (Teil 2 // Teil 3 folgt am 16.06.2019)
Literatur & Poetik · 03. Juni 2019
Wer die Literarische Landschaft genau beobachtet – nicht bloß bei und um die Buchmessen –, nahm Besorgnis erregende Veränderungen im Literarischen Feld wahr. Buchhändler*innen schließen, Verlage melden Konkurs an – und die Literat*innen? Munkeln, es werden Köpfe rollen … (Teil 1 // Teil 2 folgt am 09.06.2019)
Lektüren · 20. Mai 2019
Anna Enquists Roman »Die Betäubung« entstand auf Anregung des Klinikums der Freien Universität Amsterdam, welches die Literatin einlud, im Rahmen der Projektreihe »Literatur & Heilkunde« den Arbeitsalltag des medizinischen Personals recherchierend zu begleiten.
Lektüren · 28. April 2019
Es war eine Frau, welche fand, die Psyche sei relevant für die Darstellung einer Figur in einem Werk, damit das Verhalten der Protagonist*innen für Leser*innen nachvollziehbar werde, haben innere Beweggründe und soziale Prägung durch Gesellschaft wie Erziehung dargestellt zu werden. Keinesfalls genüge die pure Behauptung, es sei eben so.
Lektüren · 22. April 2019
Anton Tschechow gelang mit einer kurzen Erzählung von rund 40 Seiten, wovon zahlreiche Literat*innen träumen: Das eigene Werk möge nicht nur verfilmt werden, es möge nicht nur Stoff für Auseinandersetzungen liefern, sondern obendrein auch noch Kolleg*innen dazu anregen, den Plot gleichfalls aufzugreifen. Mit einem Wort: Es möge Wellen schlagen. Vorzugsweise Ewigkeiten über die eigene Zeit hinaus.
Literatur & Politik · 15. April 2019
Diese Frage stellt sich Francisco Cantú in seinem Report »No Man’s Land«, der in den USA zu Recht mit dem »Whiting Award« für die beste Nonfiction des Jahres 2017 ausgezeichnet wurde. Zu Recht. Eine unbedingte Leseempfehlung!
Lektüren · 05. April 2019
Robert Seethalers »Das Feld« macht es einem nicht leicht. Das Werk ist eine Sammlung von dreißig Miniaturen, die nur mittels eines Ortes verbunden sind – dem Paulstädter Friedhof, den einer der Protagonist*innen gerne besucht und auf dem die anderen begraben liegen. Ein faszinierendes Setting? Wäre es, wenn nicht …
Lektüren · 17. März 2019
»John Thomas & Lady Jane« ist ein sonderbarer Roman; nicht nur, da diese zweite Fassung der Lady Chatterley ihren Titel dem abwertenden Kommentar einer Erstleserin verdankt, oder weil ihr fulminanter Beginn alsdann wie ein rostiger Karren auf einem Steinweg, Schlaglöcher gesäumt, ins Holpern gerät – bevor er erneut, doch wiederum unter anderen Vorzeichen, rasant Fahrt aufnimmt.
Lektüren · 03. März 2019
Wer Michel Houellebecqs Schaffen mitverfolgt, weiß mittlerweile, was ihn oder sie in jedem Roman erwartet, von Provokation kann daher keine Rede sein. Sie nutzt sich ab, wie jede mehrfach gesetzte Handlung. 

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