Klassiker der Weltliteratur

Klassiker der Weltliteratur · 26. Februar 2020
Ein Thema, welches als typisch für unsere Zeit gilt, ist das Gerücht. Wie es Leben zu zerstören vermag, das – so glauben mache – sei ›unser Thema‹. Es sollte uns aber vielleicht zu denken geben, dass Henry James, ein Literat des 19. Jahrhunderts, diese Thematik in zahlreichen Erzählungen fokussiert! Sie tritt bei ihm vor allem als Wühlen im Sein der anderen auf, und bewirkt final eines: das eigene Unglück, weil das vermutete ›Wissen‹ irgendwann im Lauf der Tage zur fixen Idee geworden ist.
Klassiker der Weltliteratur · 18. November 2019
Unbedingte Leseempfehlung für jeden, der oder die bei Groteske und komischer Satire nicht hochnäsig abwehrt, den das Absurde in der Literatur der Moderne begeistert und der sich zudem in ein wahrhaft originelles Erzähluniversum begeben will!
Klassiker der Weltliteratur · 03. Oktober 2019
Selten habe ich solch einen exzellenten Roman gelesen! Ja, ich gebe es zu: »Anna Karenina« war mir ein Genuss, von der ersten bis zur 1260ten Seite. Selbst wenn mir auch nach der Lektüre noch immer durchaus schleierhaft ist, weshalb Lew Tolstoi diesen Roman just nach jener Frauenfigur benannte, die in seinem Erzähluniversum nur eine von vielen Figuren darstellt. Eine Entscheidung, die er übrigens erst in der vierten Bearbeitungsfassung traf …
Klassiker der Weltliteratur · 15. August 2019
Weshalb lohnt es sich, den Debütroman eines bekannten Autors trotz aller kolportierten, angeblichen (oder realen?) Schwächen zu lesen? Das könnte sich manch eine*r vor der Lektüre von Heinrich Manns Erstling »In einer Familie« ernsthaft fragen. Vielleicht auch nur, um sich selbst die Antwort zu geben: um zu verstehen. 
Klassiker der Weltliteratur · 08. August 2019
Mit dieser Zahl bezifferte ein amerikanischer Autoren-Kollege den autobiographischen Anteil seines Schreibens. 17,5% und nächste Frage, bitte. Damit auch dies gleich klar sei: Die vermeintlich faktische Antwort habe jedem Fragesteller zu genügen.
Klassiker der Weltliteratur · 01. August 2019
Virginia Woolf, meines Erachtens eine der ganz Großen der Weltliteratur, verfasste Essays von stimmungsvoller Schönheit, die zu genießen anregendes Geistesfutter und ruhevolle Wohltat in einem bedeutet. Ihr »Stadtbummel« ist einer derjenigen, in die ich wieder und wieder gerne lesend eintauche!
Klassiker der Weltliteratur · 26. Juli 2019
Re-Lektüre, die erneut überzeugte, und die Frage, was heutige Literat*innen von diesem Werk lernen können: jede Menge Handwerkskunst!
Klassiker der Weltliteratur · 28. April 2019
Es war eine Frau, welche fand, die Psyche sei relevant für die Darstellung einer Figur in einem Werk, damit das Verhalten der Protagonist*innen für Leser*innen nachvollziehbar werde, haben innere Beweggründe und soziale Prägung durch Gesellschaft wie Erziehung dargestellt zu werden. Keinesfalls genüge die pure Behauptung, es sei eben so.
Klassiker der Weltliteratur · 22. April 2019
Anton Tschechow gelang mit einer kurzen Erzählung von rund 40 Seiten, wovon zahlreiche Literat*innen träumen: Das eigene Werk möge nicht nur verfilmt werden, es möge nicht nur Stoff für Auseinandersetzungen liefern, sondern obendrein auch noch Kolleg*innen dazu anregen, den Plot gleichfalls aufzugreifen. Mit einem Wort: Es möge Wellen schlagen. Vorzugsweise Ewigkeiten über die eigene Zeit hinaus.
Klassiker der Weltliteratur · 17. März 2019
»John Thomas & Lady Jane« ist ein sonderbarer Roman; nicht nur, da diese zweite Fassung der Lady Chatterley ihren Titel dem abwertenden Kommentar einer Erstleserin verdankt, oder weil ihr fulminanter Beginn alsdann wie ein rostiger Karren auf einem Steinweg, Schlaglöcher gesäumt, ins Holpern gerät – bevor er erneut, doch wiederum unter anderen Vorzeichen, rasant Fahrt aufnimmt.

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